Fettsäure in Transportvesikel umgehen, so daß wesentlich höhere Konzentrationen an freier
Fettsäure für die Synthese aktiver Metabolite zur Verfügung stehen.
Im einzelnen konnte in klinischen Studien gezeigt werden, daß die Zufuhr von ω-3-Fett-
säuren den Verlauf chronisch entzündlicher Darmerkrankungen (
), Rheumatoider Arthritiden
(
) positiv beeinflußt. Ω-3-Fettsäuren haben einen positiven Effekt nach
Nierentransplantation (
) und können den Verlauf der Sepsis verbessern (
).
Im Tierversuch konnten darüber hinaus nach Auslösung akuter inflammatorischer
Vorgänge im Lungenkapillarbett ein Benefit in Bezug auf pulmonale Hypertension und eine
verringerte Gefäßpermeabilität nachgewiesen werden (
). Ebenfalls am Tiermodell
wurden eine verminderte Graft-versus-Host-Reaktion (
) und verringerte Zellschäden bei
Herztransplantation festgestellt (
).
Diese Wirkungen beruhen vermutlich u.a. auf folgenden Vorgängen:
1) Ω-3-Fettsäuremetabolite unterdrücken die Freisetzung von TNF-α und IL-1, zwei
Cytokinen mit zentraler Rolle in der Pathogenese inflammatorischer Prozesse (
).
2) Die Metabolite der ω-3-Fettsäuren, insbesondere LTB
5
und PGE
3
haben geringere
inflammatorische bzw. sogar protektive Potenz, was die chemotaktische und stimulierende
Wirkung auf PMN betrifft (
): Die Zytokin-induzierte Bildung und Expression des Adhäsions-
moleküls VCAM-1 an der Zelloberfläche von Endothelzellen wird herabgesetzt (
).
3) Ω-3-Fettsäuren und ihre Metabolite beeinflussen die Signaltransduktion in der Zelle
sowohl auf Ebene der Second-Messenger-Bildung als auch auf der Ebene der Gentranskription
(
).
Die Infusion von Lipidemulsionen führt über eine Aktivierung der Lipoproteinlipase zur
Freisetzung freier Fettsäuren (5). Diese können von den Zellen direkt metabolisiert werden. Die
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